Ob eine Aufschaltung zur Feuerwehr notwendig ist, legt die jeweilige Bauverordnung fest. So gelten für bestimmte Gebäudetypen bzw. Gebäudegrößen Sonderbauverordnungen, welche die bauliche Ausführung von Brandmeldeanlagen regeln.

Diese Sonderbauverordnungen gelten bspw. für Einkaufszentren, Industriebetriebe, Hotels und Pensionen, Krankenhäuser und Kliniken, Alten- und Pflegeheime, Schulen und Hochschulen, Parkhäuser, Justizvollzugsanstalten, Flughäfen und Forschungseinrichtungen / Labore.

So schreibt z. B. die Berherbergungsstättenverordnung vor, dass Hotels, Pension und sonstige Herbergen mit mehr als 60 Betten Brandmeldeanlagen mit automatischen und nicht-automatischen Brandmeldern haben müssen. Alarmierungen sind unmittelbar automatisch zur zuständigen Feuerwehrleitstelle zu übertragen. Es ist zudem sicherzustellen, dass Falschalarme vermieden werden.

Selbige Regelung, d. h. automatische und nicht-automatische Brandmelder mit Feuerwehraufschaltung, sieht auch die Muster-Hochhaus-Richtlinie (MHHR) für den Bau und Betrieb von Hochhäusern vor.

WICHTIG: Die Regelungen sind nicht in allen Bundesländern einheitlich und unterliegen daher der landesspezifischen Auslegung der jeweiligen Sonderbauverordnung. Die detaillierten technischen Aufschaltbedingungen für Brandmeldeanlagen (TAB) in Deutschland werden bundesweit von den zuständigen Landkreisen, oft unter Leitung der örtlichen Feuerwehren, veröffentlicht.